Firmenwagen oder Gehaltserhöhung: Lohnabrechnung neutral vergleichen

Firmenwagen oder Gehaltserhöhung: Lohnabrechnung neutral vergleichen

Stand: August 2026 · Firmenwagen-Hub

Ob ein Firmenwagen oder eine Gehaltserhöhung „besser“ ist, entscheidet FinanzLogic nicht. Diese Seite beschreibt nur, wie sich beide Optionen in der Lohnabrechnung strukturell gegenüberstellen lassen — mit gleichen Annahmen, ohne Empfehlungssprache und ohne Affiliate.

Keine Steuerberatung. Das Ergebnis ist eine unverbindliche Orientierung. Maßgeblich sind die individuelle Lohnabrechnung, die Fahrzeugüberlassungsvereinbarung und die jeweils geltenden gesetzlichen Regeln.

Geldwerten Vorteil als Vergleichsbaustein berechnen

Zwei Szenarien, eine Vergleichslogik

SzenarioWas in die Abrechnung eingehtWas zusätzlich außerhalb der Abrechnung liegen kann
A — GehaltserhöhungHöherer Barlohn → höhere Lohnsteuer und SV-Beiträge auf den ZusatzbetragPrivate Kfz-Kosten, die weiterhin selbst getragen werden
B — FirmenwagenGeldwerter Vorteil (Privatnutzung ± Fahrtenzuschlag − Eigenanteil) sowie ggf. angepasster Barlohn bei GehaltsumwandlungKraftstoff-/Stromregelung, Versicherungen und Vertragskosten laut Überlassung — nicht identisch mit dem geldwerten Vorteil

Neutrale Vergleichsschritte

  1. Barlohn vor und nach der Maßnahme festhalten (gleiche Steuerklasse und SV-Annahmen).
  2. Für Szenario B den steuerpflichtigen geldwerten Vorteil nach den Pauschalregeln ermitteln — z. B. mit dem Firmenwagenrechner.
  3. Eigenanteil und Gehaltsumwandlung getrennt dokumentieren (siehe Geldwerter Vorteil und Nettobelastung).
  4. Netto aus der Abrechnung beider Szenarien gegenüberstellen — ohne private Nutzenwerte oder „Komfortfaktoren“ als Euro zu erfinden.
  5. Vertragsbedingungen (Privatnutzung erlaubt? Wer zahlt Energie? Kilometerlimits?) als qualitative Liste danebenlegen.

Was bewusst nicht bewertet wird

  • Keine Aussage, welche Option vorteilhafter ist
  • Keine Marktpreise für Leasing, Versicherung oder Strom
  • Keine steuerliche Gestaltung oder Optimierungsempfehlung
  • Keine Berücksichtigung subjektiver Nutzungsvorteile in Euro

Formelbeispiel nur für den Firmenwagen-Baustein

Bruttolistenpreis 40 000 €, volle Bemessungsgrundlage, Privatnutzung 1 % → 400 € / Monat. Entfernung 20 km nach 0,03 % → 40 000 € × 0,03 % × 20 = 240 €. Summe vor Eigenanteil: 640 € geldwerter Vorteil / Monat. Dieser Betrag ist der Abrechnungsbaustein für Szenario B — nicht das Ergebnis eines Gesamtempfehlungsvergleichs.

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Quellen

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